Natur und Vogeschutzgruppe Geiss-Nidda
Letzte Änderung: 
21.05.2019 
15.48 Uhr  

Frühjahrswanderung 2019

Rund 30 Interessierte trafen sich auf Einladung der Natur- und Vogelschutzgruppe zur Wanderung durch Felder, Wald und Wiesen in der Gemarkung Geiß-Nidda. 37 Vogelarten konnte man unterwegs sehen und hören. Foto: NVSG Wichelmann-Werth

Bestände unbedingt erhalten

 

 

 

Reges Interesse an der Frühjahrswanderung durch die Geiß-Niddaer Gemarkung / 37 Vogelarten gesehen und gehört

 

Der Andrang zur Frühjahrswanderung der Natur- und Vogelschutzgruppe Geiss-Nidda war in diesem Jahr groß. Am Sonntag, den 12. Mai, trafen sich 30 Interessierte zur Vogelstimmen-Wanderung durch Felder, Wald und Wiesen in der Gemarkung Geiss-Nidda. Aufgeschreckt durch all die Besorgnis erregenden Nachrichten über den Artenschwund, wollten sie selbst erleben, ob die Singvögel aus dem Süden zurückgekommen sind. Der Referent und Wanderführer Karl-Hermann Heinz aus Stockheim klärte die kleinen und großen Teilnehmer gleich am Anfang darüber auf, dass insbesondere die Vögel der offenen Landschaft, sowie die Insektenjäger unter großem Druck stehen. Sie alle haben in den vergangenen drei Jahrzehnten herbe Verluste an Lebensraum durch intensive Landwirtschaft und Einsatz von Insektiziden hinnehmen müssen.

Umso glücklicher waren alle, dass während der Wanderung insgesamt 37 Vogelarten zu hören und zu sehen waren. Von A wie Amsel bis Z wie Zilpzalp ließen sie ihren Reviergesang ertönen. Am Himmel kreisten die großen Greifvögel Rotmilan und Mäusebussard, aus dem Gebüsch ertönte der melodische Gesang der Mönchsgrasmücke und ihrer Verwandten, der Dorngrasmücke. Auch die Goldammer meldete sich. Ältere Teilnehmer aus Geiss-Nidda berichteten, dass es in der Gemarkung früher zig Goldammern gegeben habe, heute sind sie froh, ein oder zwei zu sehen. Im Wald waren es Buchfink, Blau- und Kohlmeise, sowie Grünfink und Waldlaubsänger, deren typische Melodien erklangen.

Zu verdanken ist der bis heute relative Vogelreichtum in der Gemarkung der Tatsache, dass es immer noch recht viele intakte und gut gepflegte Streuobstwiesen gibt. Die Felder sind zum Teil noch von Hecken gesäumt und es gibt so machen großen Solitärbaum am Rand der Feldwege. Alle drückten die Hoffnung aus, dass die Bestände erhalten bleiben und die Pflegemaßnahmen der Natur- und Vogelschutzgruppe Geiss-Nidda in der heimischen Landschaft Früchte tragen. In den vergangenen Jahren wurden Hecken neu angelegt und viele Nisthilfen angebracht, so dass der Nachwuchs kommen kann.

Birgit Wichelmann-Werth

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